AG-Bericht 2026 Astrobiologie
In der AG Astrobiologie haben wir uns mit außerirdischem Leben auseinandergesetzt. Doch um sich über dieses Thema unterhalten zu können, muss man zunächst definieren, was Leben eigentlich ist. Also haben wir uns Kriterien überlegt, die Leben erfüllen sollten, zum Beispiel Stoffwechsel, Reproduktion und die Fähigkeit, auf Reize zu reagieren. Viele der Kriterien sind jedoch wiederum nicht ganz klar definiert, was die Definition des Lebens erschwert. Die NASA definiert Leben daher als ein sich selbst erhaltendes chemisches System, das in der Lage ist, Evolution zu betreiben. Mit dieser Definition gaben wir uns dann fürs Erste zufrieden und warfen einen genaueren – chemischen – Blick auf irdisches Leben, um das dann verallgemeinern und auf allgemeines Leben übertragen zu können.
Unser Leben auf der Erde basiert auf Kohlenstoff, allerdings wird in Science Fiction häufig von siliziumbasierten Leben erzählt. Wir setzten uns daraufhin genauer mit dieser Lebensform und den daraus resultierenden Schwierigkeiten auseinander. Da Siliziumatome größer sind als Kohlenstoffatome, sind diese instabiler. Außerdem erschwert die geringe Elektronegativität von Silizium im Vergleich zu Kohlenstoff mögliches Leben ebenfalls, da Verbindungen mit Wasserstoff mit Sauerstoff hochexplosiv werden.
Da potenzielle Außerirdische nicht unbedingt die gleichen Umweltbedingungen als angenehm empfinden wie wir, recherchierten wir in Kleingruppen zu verschiedenen irdischen Lebewesen, die sich bei – in unserer Wahrnehmung – extremen Bedingungen (also z.B. extremen Temperaturen, Druck oder pH-Wert) wohlfühlen, den sogenannten Extremophilen. Anschließend arbeiteten wir möglichst allgemeine Kriterien heraus, die nach unserem Kenntnisstand förderlich für Leben sind: Ein Planet sollte eine Atmosphäre sowie eine stabile Bahn und Achse haben und außerdem einen Stern mit geringerer Aktivität umkreisen.
Hierbei reden wir von Planeten, die um andere Sterne als unsere Sonne kreisen, sogenannte Exoplaneten. Da diese sehr weit entfernt sind und wir sie nicht direkt beobachten können, wurden uns verschiedene Methoden vorgestellt, diese Exoplaneten auf indirekte Weise zu entdecken und ohne direkte Beobachtung Aussagen über ihre Größe, Entfernung zum Stern und Atmosphäre zu treffen. Die meisten Exoplaneten werden entdeckt, wenn sie entweder ihren Stern verdecken (Transit-Methode) oder da der Stern wegen der Gravitation durch den Planeten „wackelt“ (Radialgeschwindigkeit).
Am letzten Tag erhöhten wir unsere Ansprüche und suchten nicht mehr nur nach Leben, bei dem es sich ja auch um kleine Organismen handeln kann, sondern suchten nach außerirdischer Intelligenz, die mit uns kommunizieren kann. So haben wir uns die Nachrichten, die wir bereits an Außerirdische geschickt haben, angeschaut. Darunter die Arecibo Nachricht, welche mithilfe von Radiowellen versendet wurde, und die Golden Records, Schallplatten mit Nachrichten darauf. Diese werden von den Voyager-Sonden aus dem Sonnensystem transportiert.
Die ganze AG wurde begleitet von vielen Memes und Kommentaren, die mit Klebeband auf dem Flipchart befestigt wurden. Insgesamt hatten wir in dieser Woche viel Spaß und haben sehr viel gelernt.
