Arbeitsgruppen

Auf dieser Seite findet ihr die AGs, welche wir im ASL 2021 für euch anbieten. Die folgende Liste soll euch eine Übersicht über die verschiedenen Themen geben, weiter unten findet ihr alles genauer beschrieben.

Raumfahrtantriebe

Thomas Röhr, Alison Seidel

Gleißendes Licht, Rauch und ohrenbetäubender Lärm – der Start einer Rakete ist eine brachiale Angelegenheit. Dahin-ter steht jedoch eine filigrane, gut geschmierte Maschine: Das Triebwerk. Es muss sehr kalte oder korrosive Treibstoffe und sehr heiße Abgase von A nach B pumpen und einen gleichmäßigen Schubstrahl erzeugen (und sollte dabei nach Möglichkeit nicht explodieren). In der Raumfahrtantriebe-AG wollen wir in das Triebwerk hineinschauen und diesen Prozessen auf den Grund gehen. Im Fokus stehen dabei klassische Flüssigkeitsraketenantriebe mit Turbopumpen, bei Interesse werden auch alternative Antriebsformen angesprochen. Vorwissen in Thermodynamik ist hilfreich.

Elementarteilchen und kosmische Strahlung

Lucia Härer

Um das Universum zu verstehen, stand Astronomen lange Zeit nur ein Weg zu Verfügung: Die Untersuchung des Lichts. Doch da draußen schwirrt noch weitaus mehr herum als nur Photonen. Neutrinos, hochenergetische Gammastrahlung und andere kosmische Teilchen erlauben einen völlig anderen Einblick in die Tiefen des Alls. Die Astroteilchenphysik sucht mit ihrer Hilfe nach dunkler Materie oder erklärt, was in der Nähe von schwarzen Löchern passiert. Dafür müssen wir zuerst die Welt der Elementarteilchen verstehen. Warum sind Neutrinos so schwer zu detektieren? Was unterscheidet Materie und Antimaterie? Damit gewappnet werden wir mit eigenen Experimenten die kosmische Strahlung (insbesondere Myonen) untersuchen. Besonderes Vorwissen ist nicht nötig.

Amateurastronomie

Jan Beckmann, Lukas Weis

Galaxien, Sternhaufen, Quasare, planetarische Nebel oder die Planeten des Sonnensystems sind mit dem bloßen Auge teils nur als Lichtpunkte oder gar nicht sichtbar. Schon mit kleinen Teleskopen und ohne physikalisches Vorwissen kann jeder die unendlichen Weiten des Alls selbst erkunden. In dieser AG werdet Ihr lernen mit Teleskopen umzugehen, eigene Fotos von fernen Galaxien und Nebeln zu machen sowie euch am Sternenhimmel zu orientieren. Wenn das Wetter passt, werden wir zusammen mit Euren oder den im Camp bereitgestellten Teleskopen beobachten und fotografieren. Vorkenntnisse oder astronomische Ausrüstung sind nicht erforderlich.

Robotik

Michael Brandmaier

Robotik und autonome Navigation sind Forschungsgebiete, welche Methoden aus zahlreichen anderen Disziplinen wie der Physik, Mathematik, Informatik und Technik aufgreifen. Sie finden dabei in ebenso zahlreichen Bereichen Anwendung – nicht zuletzt in der Raumfahrt. In der AG beschäftigen wir uns mit der Programmierung eines kleinen, vom DLR entwickelten Roboters in C und der Verwendung verschiedener Sensoren, zum Beispiel für Magnetfelder oder Beschleunigung, in Kombination mit demselben. Dabei implementieren wir verschiedene Algorithmen, durch die sich der Roboter selbstständig orientieren und bewegen kann.

Sternphysik

Kaj Kramer

Sterne sind mit Abstand die häufigsten Lichtquellen in unserem Universum und in mehrfacher Hinsicht haben sie es erst ermöglicht, dass wir existieren. Der bekannteste Vertreter ist wohl unsere Sonne. Sie ist um ein Millionenfaches größer als unserer Heimatplanet und ihre Leuchtkraft reicht aus, um unsere Heimat auch noch aus Millionen von Kilometern zu erhellen. Aber woher bekommt die Sonne die ganze Energie? Wie lange wird sie noch in der Lage sein solche Mengen an Energie zu produzieren? Was passiert danach? Mit diesen und andere Fragen werden wir uns in der AG Sternphysik beschäftigen. Im Verlauf der AG werden wir uns mit dem Lebenslauf eines Sterns befassen, sowie verschiedener Sterntypen und Spektralklassen.

Kosmologie

Florian Hart

Die Kosmologie, „die Lehre von der Welt“, umfasst so ziemlich alles, was mit dem Weltall zu tun hat, vom Anfang und Ende des Universums. Natürlich spielen die gegenwärtigen Strukturen mit durchs All rasenden Galaxien, gewaltigen Supernovae, schwarzen Löchern, und die großen Mysterien der Dunklen Materie und Energie, eine große Rolle. Zunächst befassen wir uns mit der historischen Entwicklung unserer Vorstellung des Universums. Anschließend wenden wir uns den großen Beiträgen der Herren Hubble, Friedmann, Einstein und Hawking zu. Weiterhin werden unter anderem Differentialgleichungen und kosmologische Konstanten unseren Weg kreuzen. Überdies verspreche ich denjenigen, die routiniert ableiten und integrieren, dass etwas Neues und Interessantes in der Teilchenphysik und Relativitätstheorie geboten wird.

Optik

Theresa Gier

Licht kommt überall im Universum vor und hat uns wohl bis jetzt am meisten Geheimnisse über es verraten. Wir werden versuchen, zumindest einen Teil dieses Phänomens zu verstehen. Dabei wird es um Fragen gehen, wie warum immer größere Teleskope oder gar Arrays von ihnen gebaut werden, warum das Hubble-Teleskop noch eine nachträgliche Sehhilfe brauchte und warum es so schwierig ist einen Gravitationswellendetektor zu bauen. Dabei werden uns Laser, Photonen, Wellen, Detektoren und Spektrometer begegnen. Ich denke wir werden auch ein paar Experimente machen können, aber die muss ich noch austesten ?

Sternbilder – Mythologie und Wissenschaft

Fabian Ließmann, Hannah Blaurock

Das Sternbild Leier mit dem Stern Wega/Vega aus dem Sommerdreieck ist jedem (Hobby-)Astronom gut bekannt. Die alten Griechen gaben den unterschiedlichen Himmelskonstellationen vor 2.500 Jahren mystische Geschichten und Hintergründe, wie in diesem Fall die von Orpheus und seiner Leier. Doch andere Kulturen sahen völlig andere Gestalten und Symbole in den fünf Sternen: für die Araber war es ein herabstoßender Adler, für die Aborigines ein großes Huhn und die Inkas beteten in diesen Sternen eine Lamagottheit an. Aber warum kennen wir heute nur 88 Sternenbilder und was sind die Geschichten dahinter? Und warum haben wir in der südlichen Hemisphäre Objekte wie den chemischen Ofen? Wer in fremde Welten eintauchen und mehr über den Nachthimmel und seine Bilder lernen möchte, ist in dieser AG richtig – Mathe- und Physikvorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Gravitationswellen

Adrien Kipp

Gravitationswellen sind noch eine relativ neue Entdeckung, welche noch viele Möglichkeiten bieten kann. Wenn wir allerdings genauer verstehen wollen, was es mit Gravi-Wellen auf sich hat, müssen wir als erstes genau klären, was Gravi-Wellen sind.
Hierzu werden wir in Einsteins Relativitätstheorie tauchen müssen, um uns die nötigen Bausteine zu beschaffen. Danach werden wir uns außerdem damit beschäftigen, wie Gravi-Wellen von uns Menschen gemessen werden und welche Probleme, bzw. Verbesserungsmöglichkeiten es hierbei gibt.
Mit spannenden Aufgaben, Gruppenvorträgen und interessanten Medien hoffe ich, dass ich euch mit Spaß Gravi-Wellen näher bringen kann.